Kinderkrankheiten rechtzeitig zu erkennen und richtig zu reagieren ist sehr wichtig. Hier bekommen Sie grundlegende Informationen zu den bekanntesten Krankheiten bei Kindern.

Kinderkrankheiten werden durch Bakterien oder Viren hervorgerufen. Es handelt sich hierbei um ansteckende Krankheiten, die typischerweise im Kindesalter auftreten. Vom Zeitpunkt der Ansteckung bis zum Ausbruch der Krankheit spricht man von der sogenannten Inkubationszeit. Eine Ansteckungsgefahr für andere Kinder besteht allerdings in den meisten Fällen bereits vor dem eigentlichen Krankheitsausbruch. Somit kann ein Kind, welches den Erreger in sich trägt aber noch nicht krank ist, andere Kinder anstecken. Besteht der Verdacht auf eine ansteckende Krankheit, sollte daher die Praxis vor einem Arztbesuch darüber unterrichtet werden, damit andere Kinder nicht angesteckt werden. In Deutschland wird gegen viele Kinderkrankheiten geimpft, weshalb einige dieser Krankheiten hierzulande kaum noch vorkommen. Zudem kommt es in vielen Fällen nach einer einmaligen Erkrankung zu lebenslanger Immunität.

Röteln, Masern und Mumps gehören zu den bekanntesten Kinderkrankheiten und sind allesamt ansteckende Virusinfektionen, die durch Tröpfcheninfektion (Sprechen, Niesen, etc.) übertragen werden. Diese Krankheiten sind durchaus nicht harmlos und können zu schweren Organschäden, im schlimmsten Fall sogar zum Tod führen. Im Folgenden erhalten Sie genauere Informationen über diese Krankheiten.

Röteln gehen mit einem Ausschlag in Form von roten Hautflecken (Exanthem) einher und führen nach einmaliger Erkrankung zu lebenslanger Immunität. Die meisten Kinder erkranken an Röteln im Schulalter. Die Inkubationszeit beträgt hierbei 14 bis 21 Tage. Sie sollten zum Arzt gehen um die Diagnose abzusichern. Zur Vorbeugung ist eine Impfung verfügbar, die oft in Kombination mit einer Impfung gegen Mumps und Masern durchgeführt wird.

Masern sind ebenso wie Röteln durch einen roten Hautauschlag gekennzeichnet. Hinzu kommen Fieber und ein schwacher Allgemeinzustand. Auch bei Masern führt eine Erkrankung zu Immunität, die ein Leben lang anhält. Kinder bekommen die Masern typischerweise im Alter von 2 bis 4 Jahren, wobei die Inkubationszeit zwischen 7 und 14 Tagen liegt. Wenn der Verdacht auf Masern besteht, starke Augenentzündungen, Atemprobleme, ein steifer Nacken und Kopfschmerzen auftreten, sollte unverzüglich ein Arzt aufgesucht werden. Zur Prophylaxe wird eine Impfung dringend empfohlen.

Mumps, auch Ziegenpeter genannt, kann neben einer Tröpfcheninfektion auch durch Kontakt mit Gegenständen übertragen werden, die mit infiziertem Speichel Kontakt hatten. Die Kinderkrankheit ist durch eine nicht eitrige Schwellung der Ohrspeicheldrüse und zusätzlich oft durch eine Entzündung der Mundschleimhaut und dicke Wangen gekennzeichnet. Auch bei Mumps führt eine Erkrankung zu lebenslanger Immunität. Treten starke Kopf- oder Ohrenschmerzen auf und wird der Nacken steif, müssen Sie zum Arzt. Zur Prävention wird eine Impfung, auch in Kombination mit Röteln und Masern, empfohlen.